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Die nachstehend beschriebenen Arbeitsabläufe sind im Sinne einer
Gebrauchsanweisung für die tägliche Praxisroutine zu verstehen. Wir setzen
voraus, dass Sie sich über Ziele und Inhalte des Disease Management Programms (DMP)
Diabetes Typ 2 im Vertrag und im Praxismanual grundsätzlich informiert haben.
Opfern Sie eine stille Stunde zum Studium des Vertrages und des Praxismanuals. |
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Bleiben Sie gelassen bei der Kenntnisnahme aller
bürokratischen Regelungen! Unser Vorschlag: Beschäftigen Sie sich zunächst mit den im
Praxismanual kommentierten, leitlinienorientierten medizinischen Aspekten. Die täglichen
Routinen dürften sich nach dem Studium dieses Arbeitsmaterials und der
Ausfüllanleitung schnell einspielen. Beziehen Sie von
Anfang an Ihr Praxispersonal in die Organisation ein!
Alle nachfolgend genannten Erklärungen und
Dokumentationsbögen sind hier als Kopien abgebildet und teilweise zum Download
bereitgestellt. Die Originale wurden Ihnen im Erstausstattungs-Paket im September 2003
zugeschickt. Nachbestellungen richten Sie bitte an: |
Kassenärztliche Vereinigung
Mecklenburg-Vorpommern
Formularausgabe
Postfach 160145
19091 Schwerin
Tel.: 0385- 7431 351
E-Mail: iv@kvmv.de |
oder gegebenenfalls an Ihre
Kreisstelle. |
Fragen zum Ausfüllen der
Dokumentationsbögen werden von den Mitarbeitern der dmp-Datenstelle
Mecklenburg-Vorpommern unter Tel.: (0341) 25 92 043 beantwortet. |
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Wenn Sie in Ihrer Hausarztpraxis Diabetiker betreuen und sich nach Kenntnisnahme des
Vertrages und der im Praxismanual beschriebenen Inhalte für die Teilnahme am DMP Diabetes
Typ 2 entschieden haben, studieren und unterschreiben Sie das Ihnen mit der
Erstausstattung zugesandte Formular Teilnahmeerklärung und senden Sie es an die:
Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern
Postfach 16 01 45
19091 Schwerin |
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Teilnahmeberechtigt als DMP-Ärzte sind alle
Vertragsärzte, die an der hausärztlichen Versorgung (außer Pädiater) teilnehmen und
Ärzte, die die Anerkennung des Vorstandes der KVMV als diabetologische Schwerpunktpraxis
besitzen und Diabetiker dauerhaft betreuen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein
Diabetiker nur von einem DMP-Arzt dauerhaft betreut und
dokumentiert werden kann. Die Mitbehandlung von Patienten in
Schwerpunktpraxen auf Überweisung ist auch weiterhin möglich.
Beachten Sie bitte, dass Sie sich mit der Unterschriftsleistung verpflichten, für alle
Patienten, die Sie von nun an nach den DMP-Kriterien behandeln, dokumentieren und
abrechnen, die in der Teilnahmeerklärung aufgeführten Maßgaben zu akzeptieren und
einzuhalten.
Beachten Sie auch, dass Sie sich mit der Unterschrift verpflichten,
- die Blutdruckmessung nach nationalem Qualitätsstandard durchzuführen (geeichte
Geräte),
- die Blutzuckermessung in Ihrer Praxis regelmäßig einer laboratoriumsmedizinischen
Qualitätskontrolle zu unterziehen,
- die Basisdiagnostik der Polyneuropathie u.a. mit Stimmgabel, Monofilament und
Reflexhammer durchzuführen und
- mindestens einmal jährlich an einer diabetesspezifischen Fortbildung teilzunehmen.
Fertigen Sie sich eine Kopie der Teilnahmeerklärung für Ihre
Ablage an! |
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Prüfen Sie zuallererst, ob der Patient bei einer Krankenkasse versichert ist, mit der
ein DMP-Vertrag abgeschlossen wurde! Dies sind inzwischen alle Krankenkassen außer der Knappschaft.
Eine Liste der teilnehmenden BKK können Sie hier einsehen.
Eingeschrieben werden können nur Patienten mit einer gesicherten Diagnose Diabetes
mellitus Typ 2.
Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 bzw. mit Gestationsdiabetes
können nicht eingeschrieben werden.
Grundsätzlich bestehen für die Einschreibung eines Patienten in das Disease
Management Programm zwei Möglichkeiten:
- Der Patient ist bereits durch seine Krankenkasse informiert. Er hat das Patientenmerkblatt, die Datenschutzinformation sowie die
Teilnahme- und Einwilligungserklärung dort erhalten, bereits durchgelesen und
möglicherweise auch schon unterschrieben. Er kommt also als DMP-Patient zu Ihnen als
DMP-Arzt.
- Der Patient weiß noch nichts von DMP oder hat nur etwas läuten hören. Ist
Ihr Praxispersonal durch die Einführungsveranstaltung mit den Formalien des DMP vertraut,
bietet es sich an, dem Patienten bereits bei der Anmeldung das Patientenmerkblatt, die Datenschutzinformation und die
Teilnahme- und Einwilligungserklärung auszuhändigen und ihm so die Wartezeit zu
verkürzen. Ihre Praxishelferin sollte also eine Grundausstattung mit diesen
Formularen am Tresen vorhalten.
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Anmerkung:
Die Diagnosesicherung ist ein wesentlicher Bestandteil der Erstdokumentation und eine
häufige Fehlerquelle bei der Dokumentation. Bitte beachten Sie die Hinweise in der Ausfüllanleitung und in "dmp dialog"
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In der Sprechstunde informieren Sie den Patienten nochmals vor
allem über die medizinischen Inhalte des DMP. Versichern Sie sich beim Patienten, dass er
bereit ist zur aktiven Mitwirkung und zur Teilnahme an Schulungen und dass er in die
Weitergabe der Dokumentationsdaten einwilligt. Wenn der Patient sich Bedenkzeit ausbittet,
verschieben Sie die Einschreibung. Versichern Sie sich in jedem Fall, dass er die o.g.
Unterlagen zum Studium erhält.
In dieser ersten Sitzung sind noch folgende Formalien zu beachten bzw. zu erledigen:
- Vollständiges Ausfüllen der Teilnahme- und Einwilligungserklärung des Patienten durch
Sie und den Patienten (das sind nur wenige Zeilen).
- Unterschrift von Arzt und Patient unter dieses Formular.
- Der erste Durchschlag bleibt bei Ihnen, den zweiten bekommt der Patient. Das Original
schicken Sie bitte an die Datenstelle:
dmp-Datenstelle Mecklenburg-Vorpommern
INTER-FORUM Data Service GmbH
Abteilung MV-DM2
04305 Leipzig
Anmerkung:
Tüten Sie das Formular erst ein, wenn Sie die Erstdokumentation ausgeführt haben! Beides
zusammen muss zur Datenstelle. Bitte nicht zusammenklammern oder tackern!
Fragen zum Ausfüllen der Teilnahmeerklärung werden von den
Mitarbeitern der Datenstelle unter Tel.: (0341) 25 92 043 beantwortet.
Der Patient erhält nach Prüfung der Einschreibung durch seine Krankenkasse eine neue
Krankenversichertenkarte mit dem Merkmal Teilnehmer am DMP im Datenfeld
Versichertenstatus.
Bei Wechsel der Krankenkasse oder Wechsel
des DMP-Arztes durch den Patienten sind Teilnahme- und Einwilligungserklärung und
Erstdokumentation erneut zu erstellen. |
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Nachdem diese Formalitäten erfüllt sind, übernehmen Sie gegenüber dem Patienten die
im DMP-Programm fixierten Aufgaben:
- Koordination der diabetesspezifischen Behandlung.
- Beachtung der Versorgungsinhalte (Orientierung an den Leitlinien, wie sie im Vertrag und
im Praxismanual niedergelegt sind).
- Beachtung der Qualitätsziele.
- Organisation bzw. Durchführung von Patientenschulungen.
- Einbeziehung von Diabetologischen Schwerpunktpraxen,
anderen Fachärzten, Psychotherapeuten, Reha-Einrichtungen u.a.
- Ggf. Einweisungen ins Krankenhaus.
- Vereinbarung eines individuellen Behandlungszieles zwischen Arzt und Patient.
- Erstellen der Dokumentationen in den vereinbarten Intervallen (viertel- oder
halbjährlich).
DMP-Programme setzen auch auf eine enge Kooperation der Versorgungsebenen, wie diese
auch schon beim Diabetes Gesundheitsmanagement gefordert war.
Indikationen für eine Facharztüberweisung sind:
- jährliche augenärztliche Kontrolluntersuchung (in M-V
sind die Augenärzte vertraglich in das DMP eingebunden),
- Mitbehandlung in
Diabetologischen Schwerpunktpraxen bei Retinopathie und erhöhter
Eiweißausscheidungsrate im Urin, bei Nicht-Erreichen des individuell vereinbarten
HbA1c-Zielwertes, bei geplanter oder bestehender Schwangerschaft, bei Vorliegen eines
diabetischen Fußsyndroms oder eines Hochrisikofußes.
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Die Arbeit mit den Dokumentationsbögen für das DMP ist offenbar nicht von Ärzten
erfunden worden. Es ist eine Art Lernfach. Möglicherweise bekommen Sie die ersten
Versuche mit Korrekturhinweisen von der Datenstelle
zurück. Seien Sie darauf gefasst! Ärzte, die am Diabetes Gesundheitsmanagement mit AOK
und IKK teilgenommen haben, sind immerhin schon einiges gewöhnt und werden es leichter
haben.
Die Ausfüllanleitung für die Erst- und
Folgedokumentationen gibt sehr präzise Hilfestellung. Bei konsequenter Beachtung sollte
eine sehr hohe Qualität der Dokumentation erreicht werden können.
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Gehen Sie bitte davon aus, dass mit einer wachsenden Routine
und guter Praxisorganisation der Prozess leichter wird. Vielleicht bietet Ihnen Ihr
Software-Haus in Kürze eine komfortable Lösung an. Vielleicht und hoffentlich wird der
zentral vorgegebene Dokumentationsbogen auch alsbald praxisnäher überarbeitet.
Wie die Praxisorganisation ablaufen kann, beschreibt dieser Auszug aus einem
Leserbrief einer Hausärztin mit ersten DMP-Erfahrungen:
... Und so machen wir es jetzt: Zur Armvenenblutabnahme (HBA1c u. a. Werte)
erfolgt durch die Schwestern und im Bedarfsfall durch mich die Motivation der Patienten
zur Teilnahme an den DMP und die Ausgabe der Informationszettel. Beim Sprechstundentermin
zur Auswertung der Ergebnisse werden von den Schwestern die Erst-Dokumentationsbögen
soweit wie besprochen ausgefüllt, von mir überprüft und dann mit dem Patienten
gemeinsam vervollständigt. Der Zeitaufwand zum Ausfüllen wird mit zunehmender Routine
kürzer. Ich will nicht verschweigen, dass das nicht budgetierte Honorar eine zusätzliche
Motivation ist...
Nachdem die ausgefüllten Dokumentationsbögen von Ihnen unterschrieben wurden, senden Sie
diese an die Datenstelle. Bei Erstdokumentationen
halten Sie bitte die im Vertrag (§24) geregelte wöchentliche
Übermittlungsfrist der Daten (einschließlich der Teilnahme- und
Einwilligungserklärung des Patienten!) ein, um eine schnelle Aufnahme des Patienten in
das DMP zu ermöglichen. Gleiches gilt zunächst für die Folgedokumentationen.
Die Adresse der Datenstelle lautet:
dmp-Datenstelle Mecklenburg-Vorpommern
INTER-FORUM Data Service GmbH
Abteilung MV-DM2
04305 Leipzig
Fragen zum Ausfüllen der Dokumentationsbögen werden von den
Mitarbeitern der Datenstelle unter Tel.: (0341) 25 92 043 beantwortet. |
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