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  Home  >  Für Ärzte  >  Praxisservice  >  Qualitätssicherung  >  Qualitätssicherung aktuell  >  Informationsdienst Krebsschmerz

Informationsdienst Krebsschmerz

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Seit dem 1. März 2000 gibt es den Informationsdienst Krebsschmerz, angegliedert an den Krebsinformationsdienst KID am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Dies ist ein gefördertes Projekt des Bundesministeriums für Gesundheit.

Das Ziel des Projektes ist es, den Ratsuchenden einen leichten und schnellen Zugang zu den aktuellen Standards der Therapie von Tumorschmerzen zu ermöglichen. Die Informationen beruhen auf dem Stufenschema der medikamentösen Therapie von Tumorschmerzen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Untersuchungen sagen, daß bei einem Vorgehen nach dem WHO Stufenschema 90 bis 95 Prozent der Krebsschmerzpatienten erfolgreich zu behandeln sind (Schug et.al. 1990), jedoch gibt es immer noch etwa 220 000 Tumorpatienten mit behandlungsbedürftigen Schmerzen in Deutschland (Heidemann 1999).

Seit Beginn hat der Informationsdienst Krebsschmerz über tausend telefonische Anfragen von Patienten bearbeitet. Das größte Informationsdefizit zeigt sich einerseits im Unverständnis, Medikamente nach einem festen Zeitplan und nicht nach Bedarf einzunehmen. Andererseits wird ein Großteil der verordneten Analgetika nicht in der geforderten Kombination bzw. richtigen Dosierung eingenommen. Bei den Anfragen der Ärzte bekam fast die Hälfte der Patienten bereits starke Opioide der WHO-Stufe III. In zwei Dritteln der Fälle hatten die Patienten bereits Metastasen (häufig Knochenmetastasen), die meistens auch der Grund für die Schmerzen waren. Jeder dritte Anruf bezog sich auf invasive Techniken (WHO-Stufe IV) oder ergänzende Maßnahmen (z.B. Cannabis in der Schmerztherapie).

Zum Informationsdienst gehört auch eine umfangreiche Adreßdatenbank mit wohnortnahen schmerztherapeutischen Einrichtungen, Physio- und Psychotherapeuten mit Schwerpunkt Schmerzbehandlung und Kontaktadressen zu Schmerzkonferenzen und Qualitätszirkeln.

Der Informationsdienst Krebsschmerz ist zu erreichen

für Ärzte telefonisch unter 06221/42 4000
sowie für Patienten unter 06221/42 2000
montags bis freitags von 13 bis 17 Uhr
per e-mail: krebsschmerz@dkfz.de

 

 

 

 

 

 

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