Vertreterinnen und Vertreter von Krankenkassen, der Landesärztekammer,
der Kassenärztlichen Vereinigung, der Krankenhausgesellschaft, von Selbsthilfegruppen und
der Universität Greifswald haben sich auf die Weiterführung der
"Krebsschmerzinitiative" verständigt.
"Damit ist die weitere Betreuung der von der Initiative versorgten todkranken
Patientinnen und Patienten vorerst gesichert", erklärte Sozialministerin Dr. Martina
Bunge.
Die "Krebsschmerzinitiative" hat in den vergangenen drei Jahren insbesondere im
Nordosten des Landes mit einem sogenannten Brückenteam (klinikgestützte ambulante
Betreuung) sterbenskranke Patientinnen und Patienten in der Häuslichkeit betreut.
"Dies ist eine besonders wichtige Arbeit, weil sie es den Patientinnen und Patienten
ermöglicht, schmerzfrei und in Würde ihr Lebensende zu Hause zu verbringen, wie es
zumeist dem Wunsch der Betroffenen entspricht", sagte Martina Bunge.
Grundlage für die Arbeit der Schmerzinitiative war ein Modellprojekt in Zusammenarbeit
der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin der Universität Greifswald und der
Landesärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, das Mitte des Jahres ausgelaufen ist. Die
Mittel wurden vom Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung gestellt. Zur
Anschlußfinanzierung - vorerst für ein Jahr - haben sich die Kassen bereit erklärt.
Ministerin Bunge teilte mit, daß das Sozialministerium an einem Konzept für die
künftige palliativmedizinische Versorgung im Land arbeitet. |