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  Home  >  Für Ärzte  >  Arznei-/Heilmittel  >  Verordnungshinweise Arzneimittel  >  Diebstahl, Fälschung und Mißbrauch vorbeugen

Diebstahl, Fälschung und Mißbrauch vorbeugen!

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Die Probleme, die im offenen Brief der Apothekerkammer (Seite 18 der gedruckten Fassung) angesprochen wurden, sind für einen Großteil der Kollegen keine Alltagsangelegenheiten. Trotzdem sollte man sich darauf einstellen, mit solchen Patienten konfrontiert zu werden.

Was sind das für Patienten, die Ärzte so unter Druck setzen - mit dem Verlangen nach Medikamenten - und welche Ziele verfolgen sie?

Kriminelle - Verkauf der Medikamente auf dem Schwarzmarkt;
Süchtige - Selbstanwendung mit zunehmenden Schädigungen;
Abhängige - Beschaffungskriminalität.

Welche Methoden wenden diese Patienten an, um an ihr Ziel zu gelangen?

  • Vortäuschung von Krankheiten bis zur Perfektion;
  • Ausübung von Druck auf den Arzt bis zur Gewaltandrohung;
  • Rezeptdiebstahl und Fälschung;
  • Erbitten eines Rezeptes angeblich für eine andere Person (zum Beispiel für die Großmutter), jedoch wird das Medikament für den Eigenbedarf gebraucht;
  • Arzthopping.

Im folgenden möchten wir einige Tips für den bewußten Umgang mit diesen Patienten geben. Die Umsetzbarkeit ist jedoch abhängig von den individuellen Entscheidungen im Praxisalltag.

  • Unbefugte sollten nie Zugang zu Rezeptblattvordrucken haben;
  • zu überdenken ist das Problem der "Blankorezepte" und der Aufbewahrung des Arztstempels;
  • bei Verdacht auf Mißbrauch oder Abhängigkeit empfehlen wir, Rücksprache mit dem Hausarzt zu halten, wenn er bekannt ist;
  • bei Zweifel (unter Berücksichtigung des Arztgeheimnisses) Kontakt zu anderen Kollegen der Region aufnehmen;
  • bei konkreten Verdachtsfällen Information an die Krankenkasse geben (aufgrund einer Mitteilung hat die DAK bereits bei Fällen aus dem südlichen Bereich von Mecklenburg-Vorpommern reagiert );
  • Rücksprache mit der Apotheke;
  • bei Gewaltandrohung Polizei einschalten;
  • Patienten, die ihre Sucht eingestehen, nicht "abwimmeln", sondern auf die Möglichkeit der Behandlung in Schwerpunktpraxen für Patienten mit Suchtproblemen verweisen.

Diese Schwerpunktpraxen -Sucht- (siehe untere Kästen) stehen den Vertragsärzten selbstverständlich auch als Konsiliarius zur Verfügung.

Auf folgende Rechtsgrundlagen möchten wir in diesem Zusammenhang hinweisen:

  • BUB-Richtlinien, Anlage A, 2. Substitutionsgestützte Behandlung Opiatabhängiger vom 18. Juni 1999;
  • 15. Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften (15. BtMÄndV) vom 25.Juni 2001;
  • es ist kritisch an neue Möglichkeiten heranzugehen und zu prüfen, ob dies wirklich gewollt ist; Beispiel :
    à In Artikel 2, § 5, Abs. 3 wird geregelt, daß ab 1. Juli 2002 "ein Arzt, der die Voraussetzungen nach Absatz 2 (Qualifikationen d. Red.) nicht erfüllt, für höchstens drei Patienten gleichzeitig ein Substitutionsmittel verschreiben darf, wenn er sichergestellt hat, daß der Patient einmal im Quartal bei einem Konsiliarius (Kollege mit Qualifikation. d.Red.) vorgestellt wird".

Um den Arzneimittelmißbrauch zu verhindern und um auf mögliche gesetzgeberische Bemühungen zu dieser Problematik Einfluß nehmen zu können, brauchen wir die Mitarbeit der Ärzte. Bei Problemen, Fragen, Hinweisen und Anregungen stehen wir ihnen zur Verfügung.
Ansprechpartner neben den Schwerpunktpraxen für Suchtpatienten sind die Mitglieder der Beratungskommission zur Substitutionsbehandlung über die KVMV, Liane Ohde, Ruf: (0385)7431 210. js

   

Dipl.-Med. Margrit Spiewok
Fachärztin für Allgemeinmedizin
Demmlerstraße 19
19053 Schwerin
Ruf: (0385) 51 24 94

Dr.med. Hartmut Kienapfel
Facharzt für Allgemeinmedizin
Friedensstraße 35
17213 Malchow
Ruf: (039932) 12 5 44

Dr.med. Dieter Strobel
Facharzt für Allgemeinmedizin
Jahnstraße 54
17033 Neubrandenburg
Ruf: (0395) 58 22 932

Dr.med. Uwe Hoot
Facharzt für Neurologie/Psychiatrie
Turnerweg 6
23966 Wismar
Ruf: (03841) 20 70 53

Dieter Pawlowski
Facharzt für Allgemeinmedizin
Doberaner Straße 43 b
18057 Rostock
Ruf: (0381) 200 60 00

Dr.med. Dieter Kreye
Facharzt für Allgemeinmedizin
Ziegelbergstraße 15
17033 Neubrandenburg
Ruf: (0395) 58 414 58

Dr.med. Jürgen Wichmann
Facharzt für Allgemeinmedizin
Wabelerstraße 2
19306 Neustadt-Glewe
Ruf: (038757) 22 2 65

Ekkehard Basten
Facharzt für Allgemeinmedizin
Wolfgang-Heinze-Straße 16
18437 Stralsund
Ruf: (03831) 28 08 99

Dipl.-Med. Volker Dieckhoff
Facharzt für Allgemeinmedizin
Am Berge 3
18273 Güstrow
Ruf: (03843) 68 66 42

 

 

 

 

 

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