Wir
machen mit!
Die Prävention durch Impfen kann auf eine lange und erfolgreiche Geschichte
zurückblicken. Gerade in den letzten Jahrzehnten konnten die Infektionskrankheiten durch
die Fortschritte in der Medizin und insbesondere durch die Vorsorgeimpfungen in
Deutschland weitgehend unter Kontrolle gebracht werden. Millionen von Menschen wurden
durch diese Schutzimpfungen vor schweren Krankheiten bewahrt.
Da diese Krankheiten aber mittlerweile auch viel von ihrem Schrecken verloren haben,
sind sich viele Menschen der Gefährlichkeit von Infektionserkrankungen heute nicht mehr
bewusst. Es scheint sich bei der Bevölkerung zunehmend eine gewisse Impfmüdigkeit
einzustellen, deren Auswirkungen katastrophal sein können.
Bedingt durch die zunehmenden Impflücken besteht die Gefahr, dass sich die scheinbare
Sicherheit ins Gegenteil verkehrt. Nichtimpfen gefährdet letztlich nicht nur das eigene
Leben, sondern auch das vieler Mitmenschen!
Die Impfaufklärung bekommt damit neuerdings einen größeren Stellenwert den
Menschen muss wiederkehrend und intensiv ins Bewusstsein gerufen werden, dass
Schutzimpfungen unverzichtbar für eine umfassende Gesundheitsvorsorge sind. Schon seit
langem engagieren sich zahlreiche Institutionen und Einrichtungen fortwährend für eine
verbesserte Impfpropaganda und einen erhöhten Impfschutz in der Bevölkerung. Die Erste
Nationale Impfwoche in Deutschland vom 5. bis 11. Mai 2003, vom Deutschen Grünen Kreuz
e.V. ins Leben gerufen, vereint all diese Aktivitäten und führt eine breite
Aufklärungskampagne mit dem Ziel durch, die Impfbereitschaft in der Bevölkerung zu
erhöhen und die Durchimpfungsraten in Deutschland zu verbessern. Mit Hilfe vieler
Mitträger und mehrerer Tausend Aktionspartner finden bundesweit etliche Veranstaltungen
und Maßnahmen zum Thema Impfen statt.
Auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt es eine Reihe freiwilliger Aktionsmitglieder. Die
Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern und die Kassenärztliche Vereinigung
Mecklenburg-Vorpommern unterstützen diese Initiative aktiv im Rahmen ihres gemeinsamen
Forums Prävention, in dem auch die ärztlichen Berufsverbände integriert sind. Die
landesweite Kampagne steht unter der Schirmherrschaft der Sozialministerin des Landes
Mecklenburg-Vorpommern, Frau Dr. Marianne Linke.
Im Mittelpunkt der regionalen Aktivitäten steht der Impfschutz für Kinder und
Jugendliche. Gerade bei diesen Generationen werden die Grundlagen für eine dauerhafte und
lückenlose Immunisierung gelegt. Doch leider verfügen in unserem Bundesland nur ca. 46 %
aller Schüler der 8.Klassen über einen aktuellen Impfschutz. Es besteht also akuter
Handlungsbedarf!
Jugendliche und Eltern können sich zum Thema Impfvorsorge unter anderem über
Broschüren und Plakate in allen Arztpraxen und Gesundheitsämtern sowie über ein breites
Internetforum auf der Homepage der Ärztekammer informieren und sie haben am 6. Mai von
9.00 Uhr bis 14.00 Uhr die Möglichkeit, über eine Telefon-Hotline ihre Fragen den
Experten zu stellen. In den Arztpraxen und Gesundheitsämtern sollen in dieser Woche die
Menschen gezielt zur Impfvorsorge beraten und besonders Kinder und Jugendliche verstärkt
geimpft werden. Den Schulen wurden zusätzlich Foliensätze bereitgestellt, um die
Impfaufklärung in den Unterricht mit aufnehmen zu können.
Die Initiatoren hoffen, dass den Menschen durch die Erste Nationale Impfwoche 2003
endlich eines wieder klar wird - ohne Impfen geht es nicht! |