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Selbsthilfe

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Was ist Selbsthilfe?

Die Selbsthilfe nimmt Aufgaben wahr, die die professionellen Angebote der medizinischen Versorgung in vielfältiger und wirksamer Weise ergänzen. Das besondere Kennzeichen der Selbsthilfearbeit ist, dass sich hier Bürgerinnen und Bürger freiwillig engagieren, die das Wissen, das sie selbst aus Krankheit oder Behinderung gewonnen haben, mit anderen teilen wollen. Sie tragen damit dazu bei, dass Betroffene und deren Angehörige die jeweiligen Probleme besser bewältigen können sowie die eigene Mitverantwortung und Bereitschaft zur aktiven Mitwirkung bei der Problembewältigung gestärkt wird.

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Was ist eine Selbsthilfegruppe?

Das Spektrum reicht von Alkohol bis Zwillingseltern, von Allergie bis Zöliakie.
Selbsthilfegruppen sind freiwillige, oft lose Zusammenschlüsse von Menschen, deren Aktivitäten sich auf die gemeinsame Bewältigung von Krankheiten, psychischen oder sozialen Problemen richten, von denen sie selbst oder als Angehöriger betroffen sind. In einer Selbsthilfegruppe kommen immer Menschen zusammen, die unter einem gemeinsamen Problem leiden. Im Vordergrund steht die unmittelbare menschliche Begegnung, die Anteilnahme, das Mitgefühl. Ihr gemeinsames Ziel ist eine Verbesserung ihrer persönlichen Lebensumstände.
Selbsthilfegruppen sind jedoch keine Dienstleistungserbringer. Ihre positive Wirkung ist abhängig von dem, was die Gruppenteilnehmer an Offenheit und Engagement einbringen.

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Was kann die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe bewirken?

Bei vielen körperlichen Erkrankungen (Krebs, Rheuma, Allergien usw.) ist es unrealistisch, auf eine „Heilung“ durch die Selbsthilfegruppe zu hoffen. Es geht vielmehr darum, den individuell günstigsten Umgang mit der Krankheit zu erlernen, sich dafür die notwendigen Informationen von den anderen Betroffenen einzuholen.
Die Teilnahme an der Selbsthilfegruppe kann Mut machen zum Leben mit der Krankheit. Neben emotionaler und sozialer Unterstützung sind Selbsthilfegruppen auch ein Sammelbecken für Informationen wie zum Beispiel:

  • Welche Ärzte in meiner Region haben die größte Erfahrung mit "meiner" Krankheit?
  • In welchem Krankenhaus hat man eine kompetente und freundliche Behandlung erfahren?
  • Welche anderen Dienste und Einrichtungen könnte ich noch in Anspruch nehmen?

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Für wen sind Selbsthilfegruppen geeignet?

Selbsthilfegruppen sind kein Allheilmittel.
Selbsthilfe kann nicht verordnet werden – sie ist ganz freiwillig. Selbsthilfe kostet kein Geld, aber es gehört ein bißchen Mut beim ersten Mal dazu. Der Betroffene muß sich selber fragen:
„Bin ich überhaupt bereit, mich mit meiner Erkrankung auseinanderzusetzen oder möchte ich sie lieber verdrängen?“

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