Worin liegen die Ursachen?
Wird die Prävention außer acht gelassen und verharmlost? Treten
Probleme in der Behandlung auf, wie z.B. Resistenzen? Das eine wie das andere ist zu
bejahen. Es gibt Fortschritte bei der AIDS-Behandlung. Aber gegen die Medikamente, die die
Vermehrung von HIV im Körper für einige Zeit aufhalten könnte, wird das Virus häufig
irgendwann resistent. Gleichzeitig lässt der entsprechende Impfstoff auf sich warten.
Auf dem Weltgipfel der Gesundheitsminister wurde der "World Aids
Day" 1988 erstmals ausgerufen. Man wollte mit diesem 1. Dezember einen Tag der
sozialen Toleranz gegenüber Aids-Erkrankten und ihren Familien schaffen.
Jedes Jahr steht dieser Tag unter einem speziellen Motto, das im
weltweiten Kampf gegen die Immunerkrankung einen besonderen Schwerpunkt setzt. In diesem
Jahr lautet es "Frauen, Mädchen, HIV und Aids". Zwanzig Prozent aller
HIV-Neuinfektionen in Deutschland betreffen Frauen. Die meisten von ihnen sind zwischen 20
und 40 Jahre alt. Unter ihnen sind viele, die Verantwortung für Kinder und Familie haben.
Zum ersten Mal gestalten in Deutschland die Deutsche Aids-Hilfe, die
Deutsche Aids-Stiftung und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gemeinsam
eine Aktion. In der Bundesrepublik unterstützen dabei prominente Frauen in einer
Plakataktion die Anti-Aids-Kampagne. Sie geben der Kampagne nicht nur ein Gesicht, sie
zeigen damit auch öffentliches Engagement. Das wiederum gibt diesem Tag in einer mit
Schreckensmeldungen überfluteten multimedialen Welt einen besonderen Stellenwert. Er
schenkt der Aktion die entsprechende öffentliche Aufmerksamkeit und fördert somit die
Unterstützung Betroffener. |