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  Home  >  Für Patienten  >  Gesundheitsratgeber  >  Gesundheitstipps  >  Kopfschmerzen am Arbeitsplatz

Kopfschmerzen am Arbeitsplatz

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Beschwerden sind lästig und leistungsmindernd - Medikamente nicht zu lange nehmen

Der Kopierer rattert, der Bildschirm flackert und Krankheitsvertretung für zwei Kollegen ist auch nicht immer eine Freude. Die Folgen derart stressiger Bedingungen am Arbeitsplatz sind häufig Spannungskopfschmerzen.
Auslöser für diesen dumpf-drückenden Schmerz im Kopf sind meist körperliche und seelische Faktoren. Die Ursachen für Kopfschmerzen sind besonders zahlreich im Büro zu finden. In Frage kommen zum Beispiel schlechtes Raumklima, rückenfeindlich eingerichtete Arbeitsplätze, wenig oder einseitige Bewegung, aber auch psychosoziale Faktoren wie Ärger mit Kollegen, Termindruck, hohe Arbeitsbelastung spielen eine Rolle. Da sich die Aufmerksamkeit bei Betroffenen auf den Kopfschmerz richtet, lassen Denkleistungen und Konzentrationsfähigkeit nach. Die mangelnde Leistungsfähigkeit erhöht die Gefahr von Überforderung und Problemen mit Vorgesetzten, die in einer weiteren Stressspirale münden.

Mit dem Wochenende kommt der Schmerz

Typisch ist auch, dass sich die in der Woche erlebten Stressphasen erst am Wochenende in Form von Kopfschmerzen bemerkbar machen. Also dann, wenn der Körper sich entspannt und die Betroffenen zur Ruhe kommen. Bei einer akuten Kopfschmerzattacke hilft am sichersten und schnellsten der Griff zur Tablette. Dagegen ist auch nach Ansicht von Priv.-Doz. Dr. med. Rüdiger Schellenberg vom Institut für ganzheitliche Medizin in Hüttenberg nichts einzuwenden, wenn dies nicht zu häufig passiert. „Schmerzmittel gegen Kopfschmerzen sollte man generell nicht häufiger als drei Tage hintereinander oder zehn Tage im Monat einnehmen“, rät Schellenberg. Deshalb sei es wichtig, ein wirksames Medikament bei der Kopfschmerzbekämpfung zu verwenden. Die medizinische Fachgesellschaft empfiehlt Kombinationspräparate mit Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol und Koffein als Mittel der ersten Wahl. Der Grund: ASS und Paracetamol ergänzen sich in ihrer Wirkung, die durch Koffein noch einmal verstärkt wird. Deshalb können in einer derartigen Kombination die Einzelsubstanzen bei gesicherter Wirkung geringer dosiert werden.

Viel hängt von der richtigen Sitzhaltung ab

Langfristig sollten Strategien zur Vorbeugung von stressbedingten Kopfschmerzen entwickelt werden. Die richtige Sitzhaltung zum Beispiel vermeidet Muskelverspannungen. Lärmfaktoren sollten weitgehend ausgeschaltet und vermehrt Bewegung in den Alltag eingebaut werden. Verbringen Sie die Pause nicht bei einer Zigarette mit den Kollegen in der Sitzecke, sondern verlassen Sie den Arbeitsplatz und gehen Sie an die frische Luft. Lernen Sie außerdem Entspannungstechniken für Geist und Körper. Achten Sie auf gesunde Ernährung mit viel Vitaminen und trinken Sie mindestens zwei Liter Flüssigkeit am Tag. Manchmal hilft es aber auch schon, den Tag anders zu organisieren. Nehmen Sie sich nur so viel vor, wie realistisch zu bewältigen ist. Schreiben Sie die Dinge auf, die Sie nicht vergessen dürfen, das entlastet den Kopf. Reden Sie bei Überforderung mit Ihrem Arbeitgeber.
Weitere Informationen zum Thema Kopfschmerz erhalten Sie mit der Broschüre „Kopfschmerzen – Anleitung zur Selbsthilfe“, die kostenlos gegen frankierten DIN A5-Rückumschlag zu bestellen ist bei Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e. V., Stichwort Kopfschmerz, Postfach 12 07, 35002 Marburg oder schauen Sie ins Internet unter www.forum-schmerz.de. Dr. Dietmar Krause

(Bezug: Schweriner Volkszeitung, 25. Mai 2004)

 

 

 

 

 

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